Erdbeeren waren den Menschen in unseren Breiten bereits seit der Jungsteinzeit bekannt. Nach der Entdeckung der neuen Welt fanden französische Siedler entlang des kanadischen Sankt-Lorenz-Stromes leuchtend scharlachrote Erdbeeren (Fragaria virginiana), die in Größe, Geschmack und Ertrag den heimischen Walderdbeeren deutlich überlegen war. Amédée François Frezier brachte 1714 eine andere (süd-) amerikanische Erdbeersorte, die Große Chile-Erdbeere mit nach Europa. Eine Kreuzungsform dieser beiden Sorten tauchte um 1750 in Amsterdam auf, der die Holländer ihrer Form und ihres Geschmackes wegen den Namen „Ananas- Erdbeere“ gaben. Diese Artkreuzung ist die Stammform unserer heutigen Gartenerdbeere (fragaria ananassa) und ihrer vielen Sorten, die alle recht unterschiedliche Boden- und Klimaansprüche, verschiedenes Aussehen, Geschmack und Wuchshabitus haben. Jedes Jahr kommen ein paar neue Sorten hinzu.
Alte traditionelle Sorten verschwinden immer mehr aus dem Erwerbsanbau. So ist die vor gar nicht so langer Zeit meistangebaute Sorte „Senga Sengana“ im Handel vollständig verschwunden: Sie gilt als zu empfindlich und nicht ansehnlich genug. Heute ist die holländische Sorte „Elsanta“ die meistangebaute Sorte in Deutschland, da sie wie keine andere Haltbarkeit, Geschmack und leichte Kulturführung miteinander verbindet.
Daneben wird bei Böckmann Erdbeeren noch die frühe Sorte Honeoye angebaut. Dadurch beginnt unsere Ernte bereits Mitte Mai. Immer wieder werden einzelne andere neue Sorten, wie derzeit die „Sonata“, auf kleinen Parzellen ausprobiert, ständig auf der Suche nach unserem „Ei des Kolumbus“.

Die Erdbeere ist mit ihren kaum zählbaren Kalorien (nur 33 Kalorien pro 100g) eine ausgesprochene Schlankheitsfrucht.
Sie gehört zu den Vitamin-C-haltigsten Früchten und enthält pro 100 g mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen.
Außerdem enthalten Erdbeeren wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Phosphor, Natrium und Eisen.

Erdbeeren sollten Sie möglichst in flachen Gefäßen transportieren und immer mit Kelch waschen, am besten abbrausen. Nach dem Waschen vorsichtig trockentupfen. Zum Einfrieren am besten einzeln auf einem Backblech ca. 30 Minuten vorfrieren, dann in Beutel oder Dosen füllen.